kostenloser Counter mit hochwertigen Statistiken

Unerklärliches hat viele Namen - Phänomene haben noch mehr….Umschreibungen

“Diese Welt ist nicht total verrückt!”

Verrückter Tag 

„Die Welt ist verrückt”, höre ich oft, wenn es um kleine Ausrutscher geht. Wenn ich richtig darüber nachdenke, kann ich es nur verneinen. - Nein, nein, nein - die Welt ist viel zu stinknormal. So normal, dass es eigentlich an allen Ecken, in allen Winkeln, landauf und landab stinken müsste. Normalität verdirbt aber nicht wie hin- und her gehandeltes Gammelfleisch, aus welchem immer noch ein zartgesundes Rot herauszuprügeln ist.

Normalität sollte zwar nicht stinken, aber schauen wir doch mal weiter. - Hier wird etwas durch Unterlassung oder Unfähigkeit verdorben, dort verleidet irgendjemand einem, mehreren oder vielen Anderen etwas. Und plötzlich beginnt es deshalb doch zu stinken. Nun wird es schwierig. Jemandem stinkt plötzlich etwas, ein zufällig Vorbeikommender glaubt, dass etwas doch gewaltig danach riecht, als ob….. - und erst sehr viel später damit Konfrontierte wenden ein, dass dies alles aber gehörig in die Nase steigt.

Da wir Gestank nicht ausstehen können, ist eine stramme Portion Verrücktheit, wie sie ja beim Verliebtsein vorherrschen sollte, immer einem betörenden Duft gleichzusetzen, der die Sinne vernebelt und zum Ausfahren von Flügel verleitet.

Dann sind sie plötzlich alle auf einen Schlag ganz hin und weg, wenn einer von Hilflosigkeit stammelt, auf den Knien einher kommt und von neuen Ufern quasselt, Wälle einreißen und ganze Städte niederbrennen will, um erhört zu werden. - Wenn die Liebe Berge wegrücken kann, warum können wir es (scheinbar) nicht, wenn wir so im Alltag unsere Kreise ziehen?

Leute, es geht um die Liebe. Die  L I E B E ! - Entweder man ist dann wirklich total verrückt und behämmert - oder gar nicht. Halbe Sachen zählen da nichts. Bist du positiv verrückt, wirst du umarmt und weit fort getragen - oder trägst selbst - wie auch immer.  Du gehst verrückte Wege - aber du gehst, und zwar verdammt zügig und ohne groß nachzudenken. Eine gewisse Narrenfreiheit macht sich breit, alle würden gern an deiner Stelle sein und du erkennst auf einen Schlag den gewaltigen Spielraum, der sich vor dir aufgetan hat.

Deshalb sollte man schon mal fundiert zu Werke gehen und etwas „Verrücktheit” in den Alltag einfließen lassen - um etwas „bewegen” zu wollen - um etwas Positiv-Verrücktes zu entfachen.  Die Welt wird es nämlich nicht, nur weil ein Regenschauer dem anderen einen Schreck einjagt oder aber dadurch, dass ein bescheuerter Politiker einem nicht minder - weniger…ach, was weiß ich denn….kollabierten Kollegen in die Pfanne haut.

Diese, unsere Welt wird verrückter, wenn wir mal - wenigstens etwas - verrückter analysieren, wovon wir umzingelt, womit wir konfrontiert und wodurch wir so einen verrückt-verrammelten Blick bekommen haben. - Viele Leute drehen sich viel zu oft nur um sich selbst. Das ist doch “so was von unwichtig”.

Eine etwas verrücktere Welt wäre vonnöten.

© Mondreiter

Kommentar abgeben